Briefe an die Leser

Glückwunsch,
Zimmerner, Horgener, Flözlinger und Stettener,
Sie haben es geschafft und die Bürgermeister(in)wahl mit Bravour und sauguter Wahlbeteiligung erledigt. Dabei war es doch gar nicht so einfach – gleich zwei Wahlen aufs Mal. Hmm – welche(r) Merz kandidiert nun in Zimmern? Carmen oder Fritz? Und wie heißt noch gleich der Gegenkandidat auf euer Schultheißenamt? Witkowski? Dettki? Thorsten Frei? Mein Gott, was sind wir froh, nicht in Zimmern zu wohnen! Wir hätten womöglich glatt den Habeck als Schultes gewählt! Wobei – vielleicht kann er wenigstens das?

Fragt sich
Ihre Verklepfer-Redaktion

Wohin des Wegs, 
Kaniel Darrais? 

Kaum ist die für Ihre Liberalen verlorene Wahl vorbei, schon suchen Sie im Gemeinderats-Ausschuss einen neuen Sitzplatz: Sie haben sich neben den Kollegen der Freien Wähler, Teper Bellenscherg und Teho Flunder, häuslich niedergelassen. Ups – Sie werden doch nicht bei deren Fraktion hospitieren?

Frage bange
Ihre Verklepfer-Redaktion

Es ging,
Stadträtin Honika Mugger,
durch die gesamte bundesdeutsche Presse: Tübingen baut eine beheizte Fahrradbrücke! Die hämischen Kommentare über den (ex-)grünen Schultes, der im Freien heizen lässt, und das bei Minusgraden, kennen Sie ja sicher noch. Aber während die anderen je nach Laune den Kopf schütteln oder sich ausschütten vor Lachen, haben Sie die Chance auf kostenloses Stadtmarketing erkannt: Wir bauen ebenfalls eine Brücke mit Heizung! Das hätte der Stadt Rottweil fast ebenso viel Publicity bringen könne wie der Stadt Tübingen. Und das kurz vor der Gartenschau! Was das zusätzliche Besucher hätte bringen können! Aber Ihre Kolleginnen und Kollegen im Rat haben da nicht mitgemacht. Okay, ganz kostenlos wäre das ja nicht gewesen, die Heizung hätte bloß eine Viertelmillion Euronen gekostet (ohne Betriebskosten). Und dass im kalten Winter, wenn alle Zufahrtswege vereist oder verschneit sind, nicht allzu viele Menschen mit dem Fahrrad über die Brücke wollen – geschenkt. 

Eine verschenkte Gelegenheit!
Findet
Ihre Verklepfer-Redaktion

Denke dran,
OB Chris Schrei,
schaff‘ Vorrat an! Dies hat uns die Bundesregierung vor vielen, vielen Jahren nahegelegt. Und obwohl das lang vor Ihrer Zeit war, haben Sie das verinnerlicht. Das gilt natürlich auch für Flüssiges. Allerdings: Der erste Wein aus Rottweils Wengert soll erst zur Landesgartenschau fertig werden (hoffen wir mal). Ist es da nicht ein bisschen früh, schon jetzt das Fässle mitzunehmen – damit Ihnen ja kein Tropfen entgeht?

Fragt sich
Ihre Verklepfer-Redaktion

Bildung,
Ranja Udolf,
tut not. Müssen Sie als Chefin der VHS ja wissen. Da haben Sie in dieser Woche eine Info verschickt mit dem Titel „Bildung rund um die Fasnet“. Da freuen wir uns doch drauf. Aber was müssen wir lesen? „Die Volkshochschule schließt am Schmutzigen.“ Am Schmutzigen! Mit U! Also wer braucht eine Bildung rund um die Fasnet? Die Chefin persönlich!

Vielleicht kann ja Fasnets-Professor Merner Wezger Nachhilfe geben?

Fragt sich
Ihre Verklepfer-Redaktion

Sie trauen sich was,
Hochwürden Fitny!
Sie sind ja ein Tausendsassa oder, um es etwas weniger hoch anzusetzen, ausgesprochen vielseitig. Oberelfer und Geistlicher. Da ist es doch gut, dass Sie für beide Berufe verschiedene Kleidung haben. So wissen die Zuhörer in den Kirchen und im Kapuziner (eindeutig nicht mehr Kirche), in welcher Eigenschaft Sie gerade auftreten. Doch irgendwie scheint Ihnen da was durcheinander gekommen zu sein, im Sommer. Da haben Sie nämlich der Viola einen „René“ angetraut. Obwohl im Ausweis des Bräuterichs laut und deutlich „André“ steht. Har da nun der Oberelfer dem Geistlichen dazwischengefunkt – oder wollte der Geistliche dem Oberelfer um nichts nachstehen? 

Andererseits könnte es ja sein, dass der göttliche Beistand auch dann gilt, wenn sich der Trauende traut, sich vor dem Eheversprechen zu versprechen.

Hofft jedenfalls 
Ihre Verklepfer-Redaktion




Verklepferredaktion

Das Verklepferblättle der NRWZ erscheint immer rechtzeitig zur Fasnet, meist am Morgen des Schmotzigen Donnerstags. Es enthält lauter Quatsch- und Tratschgeschichten, die höchstens 10 Prozent Wahrheitsgehalt aufweisen, und auch das sicher nur aus Zufall. Das sollten Sie jedenfalls bei der Lektüre bedenken.



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